Die Schultheiß Projektentwicklung AG aus Nürnberg hat den IHK-Immobilienpreis Mittelfranken 2025 gewonnen. Die Industrie- und Handelskammer würdigt damit Projekte, die Stadtentwicklung und Bauplanung in der Region voranbringen. Der Preis macht deutlich, dass Stadtentwicklung in der Metropolregion Nürnberg zunehmend auf nachhaltige Konzepte setzt.

Schultheiß konzentriert sich auf urbane Quartiersentwicklung in Nürnberg und dem mittelfränkischen Umland. Das Unternehmen verbindet Wohnungsbau mit gewerblicher Nutzung und legt dabei Wert auf energieeffiziente Fassaden und durchdachte Grundrisse. Die Jury der IHK hebt hervor, dass die eingereichten Projekte sowohl architektonisch als auch wirtschaftlich überzeugen. Für Planer und Architekten in der Region ist die Auszeichnung ein Signal: Nachhaltigkeit ist kein Nischenthema mehr, sondern ein Entscheidungskriterium bei der Vergabe von Bauaufträgen.

Die Metropolregion Nürnberg steht vor der Aufgabe, Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig Flächen sparsam zu nutzen. Innenverdichtung in Großstädten zeigt, wie Bebauungspläne gegen Wohnraumnot wirken können. Schultheiß setzt auf Nachverdichtung bestehender Quartiere und mischt Wohnen, Büro und Nahversorgung auf kompakten Grundstücken. Das reduziert Verkehrsaufkommen und erhält Grünflächen im Stadtgebiet.

Der IHK-Preis richtet sich an Projektentwickler, Bauträger und Architekten, die in Mittelfranken aktiv sind. Die Auszeichnung umfasst Kategorien wie Wohnungsbau, Gewerbeimmobilien und Nachhaltigkeit. Sie ist ein Benchmarking-Instrument für die Branche und zeigt, welche Standards aktuell gefragt sind. Für Fachplaner bedeutet das: Wer öffentliche oder institutionelle Auftraggeber überzeugen will, muss Nachhaltigkeitskriterien von Anfang an mitdenken.

Nürnberg investiert parallel in die Digitalisierung der Baugenehmigung und fördert den Einsatz von BIM in kommunalen Projekten. BIM-Leistungen werden zunehmend auch in deutschen Ausschreibungen verlangt. Schultheiß nutzt digitale Planungswerkzeuge, um Bauzeiten zu verkürzen und Kostenrisiken zu minimieren. Das ist vor allem bei Quartiersentwicklungen mit mehreren Bauabschnitten entscheidend.

Der Preis bestätigt, dass die Metropolregion Nürnberg im Wettbewerb um nachhaltige Stadtentwicklung gut aufgestellt ist. Für Zulieferer von Bauelementen und Fassadensystemen ist die Region ein wachsender Markt. Sozial gemischte Quartiere wie in Bad Krozingen zeigen, dass Kommunen bundesweit ähnliche Wege gehen. Schultheiß liefert mit der Auszeichnung ein Referenzprojekt, das andere Akteure in der Region unter Druck setzt, ebenfalls nachhaltige Konzepte vorzulegen.

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