Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt zeigt derzeit eine Präsentation zum Wiener Büro Coop Himmelb(l)au. Das 1968 gegründete Architektenkollektiv prägt seit Jahrzehnten den Dekonstruktivismus und hat sich damit von der klassischen Formenlehre bewusst abgesetzt.
Die Würdigung im DAM signalisiert, dass die Arbeiten des Büros inzwischen museale Relevanz erreicht haben. Coop Himmelb(l)au steht für eine Designphilosophie, die Gebäude bewusst fragmentiert, nicht-lineare Formen bevorzugt und Material- sowie Konstruktionsprinzipien sichtbar macht.
Für Planer und Architekten ist die Ausstellung ein Anlass, die Entwicklung dekonstruktivistischer Positionen nachzuvollziehen. Die Schau dokumentiert, wie Konzepte aus den 1980er-Jahren in aktuelle Projekten nachwirken und welche technischen sowie gestalterischen Lösungen sich durchgesetzt haben.
Das Architekturmuseum Frankfurt zählt zu den führenden Institutionen für Architekturgeschichte im deutschsprachigen Raum und nutzt die Bühne regelmäßig, um Strömungen und Einzelpositionen der Baukunst einer fachkundigen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.